Redaktion: Dr. Erich Poyntner


Russischkurs an der HBLS Ried: Russisch als 5. lebende Fremdsprache

An der HBLA Ried im Innkreis, Gartenstraße 1 wird unter aktiver Mitwirkung von Direktor Mag. Hans Aschenberger sowie den Russischlehrerinnen Mag. Martina Mittermaier und Mag. Buchmayr-Riedl ein sehr interessantes Unterrichtsprojekt durchgeführt.

Ziel ist es, elementare berufsbezogene Kenntnisse der russischen Sprache zu vermitteln, die zur Abwicklung einfacher Geschäftsvorgänge und touristischer Anwendungen befähigen. Das angestrebte Niveau wird mit ehrgeizigen A2/B1 des Referenzrahmens angegeben.

Das Projekt wird im Rahmen der Begabtenförderung nach dem Pullout-Verfahren abgewickelt, d.h. nur sprachbegabte Schülerinnen und Schüler des IV. bzw. V. Jahrgangs sind zur Teilnahme berechtigt, eventuell mit Auswahlverfahren nach den Leistungen in den anderen Sprachen. Dabei werden die letzten und ersten zwei Schulwochen eines Schuljahres genutzt, davon die zweite Woche des Kurses im September in Moskau mit Sprachkurs am Vormittag, mit gezielten Besichtigungen am Nachmittag und Unterbringung nach Möglichkeit in Familien. Die ausgewählten Schülerinnen und Schüler müssen sich verpflichten, an beiden Teilen des Kurses teilzunehmen.

Um den Sprachkurs besonders lebensnah, intensiv und effektiv gestalten zu können wurde Frau Natascha Huber, eine in der Umgebung wohnende gebürtige Russisch aus Irkutsk, als "Sprachassistentin" eingesetzt. Ihre Bezahlung erfolgte durch Sponsoren aus der Wirtschaft, die 2500.- € zur Verfügung stellte.

Aus dem Bericht über die Sprachwoche in Moskau geht hervor, dass die Unterbringung in Familien ein großer Vorteil ist, da die Schülerinnen viel mehr über das Alltagsleben in Moskau mitbekommen. Die Betreuung und Begleitung der Reisenden durch Frau Natascha Huber war auch deswegen nützlich, weil dadurch die viel niedrigeren Eintrittskarten für Russen erreicht werden konnten.

Mag. Martina Mittermaier stellte nach der erfolgreichen Sprachreise fest, dass die Schülerinnen durch das totale Eintauchen ("total immersion") in Land und Kultur sehr viel gelernt haben, auch wenn naturgemäß perfektes Russisch nicht zu erreichen war. Dieses Projekt stellt sicherlich eine ideale Variante dar, wie die als wenig unterrichtsintensiven geltenden letzten und ersten zwei Wochen eines Schuljahres gut genutzt werden können.




Dr. Bernhard Seyr